+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
23 Amen, das sage ich euch: Ein Reicher wird nur schwer in das Himmelreich kommen.
24 Nochmals sage ich euch: Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.
25 Als die Jünger das hörten, erschraken sie sehr und sagten: Wer kann dann noch gerettet werden?
26 Jesus sah sie an und sagte zu ihnen: Für Menschen ist das unmöglich, für Gott aber ist alles möglich.
27 Da antwortete Petrus: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. Was werden wir dafür bekommen?
28 Jesus erwiderte ihnen: Amen, ich sage euch: Wenn die Welt neu geschaffen wird und der Menschensohn sich auf den Thron der Herrlichkeit setzt, werdet ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten.
29 Und jeder, der um meines Namens willen Häuser oder Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird dafür das Hundertfache erhalten und das ewige Leben gewinnen.
30 Viele aber, die jetzt die Ersten sind, werden dann die Letzten sein, und die Letzten werden die Ersten sein.
Die Herrn von Pürching und Sigharting erbauten oberhalb ihres Sitzes die Schlosskapelle zum Hl. Pankratius aus Tuffsteinen im gotischen Stil vor 1440. Dass sie schon vor 1470 stand, beweist eine Inschrift auf einem nicht mehr vorhandenen Presbyteriumfenster, das der Heimatforscher und Messeleser Johann Evangelist Lamprecht (1816 – 1895) 1891 „Das Glaß hat machen lassen der Edlvest Ritter Hannß Pirchinger und Barbara Tobelhaimerin seine Hausfrau in dem 1474jar“ in seinen Aufzeichnungen als noch vorhanden erwähnte. Das Fenster zeigte in Farben die knienden Gestalten der beiden Stifter.
Von ihr sind im Schiff noch drei Joche erhalten. Die einst spitzbogigen Fenster wurden später mit Rundbögen versehen. Die alte Kapelle (6,5m x 11,5m) trug ein achteckiges Türmchen mit zwei Glocken. Die einstige Ausdehnung ließ sich auf dem Kirchenboden ablesen, denn die Kapelle war steingemauert, die späteren Zubauten wurden aber aus Ziegeln ausgeführt. Wahrscheinlich war ein Schlosskaplan angestellt, da später von einem „Capellanhaus“ die Rede war.